Seit 2010 widmet sich William Fleury dem Kampfsport – ein Weg, der so ungewöhnlich begann, wie er außergewöhnlich weiterging. Nachdem er sich mit 21 Jahren beim Rugbyspielen in New York den Fuß brach, riet man ihm, zur Rehabilitation mit Box-Fußarbeit zu beginnen. Doch als er das Box-Gym betrat und dort einen Käfig sah, war es um ihn geschehen. Aus der Verletzung wurde der Auslöser für eine beeindruckende Karriere.
Der irische Athlet – 190 cm groß, 106 kg schwer und sowohl im Heavyweight als auch im Light Heavyweight zuhause – kämpft heute für OKTAGON und hat dort bereits seine bisher größten Erfolge gefeiert.
Der Gewinn des Heavyweight- sowie des Light-Heavyweight-Titels zählen zu seinen herausragenden sportlichen Leistungen. Doch der Weg dorthin war geprägt von Kämpfen, die ihm alles abverlangten. Allem voran die Schlacht gegen Lazar Todev: Mit gebrochener Hand ab der ersten Runde kämpfte William über fünf harte Runden weiter – ein Sinnbild seines unerschütterlichen Willens und seiner Belastbarkeit.
Dem Kämpfer eilt der Spitzname „Fucking“ voraus, eine Mischung aus Selbstironie und unerschütterlichem Selbstbewusstsein. Eigenschaften, die auch seine größten Stärken definieren: seine bemerkenswerte Selbstsicherheit, sein überraschendes Talent fürs Tanzen – vor allem auf Hochzeiten, wenn er ein paar Drinks intus hat – und sein kräftiger Gluteus, der ihm im Training und Kampf gleichermaßen zugutekommen.
Gleichzeitig nimmt er seine Schwächen mit Humor: ein miserables Duckface, eine angeschlagene Stimme, nachdem er sich in einem seiner ersten Kämpfe die halbe Stimmbox verletzt hatte, und seine vergleichsweise kleinen Hände, die für einen Heavyweight-Kämpfer ungewöhnlich sind. Doch genau diese Mischung aus Selbstreflexion und Gelassenheit macht William Fleury zu einer authentischen Persönlichkeit.
Seine Ziele bleiben ambitioniert: Er will in die Middleweight-Division wechseln, dort den Titel holen und damit der erste Triple-Champion in der Geschichte von OKTAGON werden.
Jungen Athleten gibt er klare, einfache und wertvolle Ratschläge mit auf den Weg: Vor dem Spiegel drillen, auf Technik statt auf rohe Kraft setzen, und stets respektvoll zuhören – selbst dann, wenn man denkt, dass das Gegenüber wenig beizutragen hat.
Sein Lebensmotto spiegelt seine mentale Stärke wider: „Whether you think you can or you can’t – you’re right.“ Ein Satz, der seine Einstellung zum Training, zum Wettkampf und zum Leben selbst perfekt zusammenfasst.










