Einspruch von Kerim Engizek endgültig abgelehnt
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Im Nachgang des Titelkampfes zwischen Kerim Engizek und Krzysztof Jotko sorgte insbesondere eine umstrittene Szene für intensive Diskussionen innerhalb der MMA-Community. Engizek legte nach seiner Niederlage offiziell Einspruch gegen das Kampfergebnis ein. Sein Vorwurf: Ein als Tiefschlag gewerteter Kniestoß sei seiner Ansicht nach regelkonform gewesen und habe den weiteren Kampfverlauf entscheidend beeinflusst.
Nun liegt die Entscheidung der German Mixed Martial Arts Federation (GEMMAF) vor – und sie fällt eindeutig aus. Das technische Komitee weist den Einspruch einstimmig zurück. Damit bleibt das ursprüngliche Urteil bestehen: Krzysztof Jotko gewinnt den Kampf per Unanimous Decision (48:46) und wird offiziell als OKTAGON-Mittelgewichtschampion bestätigt.
Inhaltsverzeichnis
Nach einer mündlichen Beratung am 14. Juli 2026 entschied das technische Komitee der GEMMAF mit fünf Stimmen bei keiner Gegenstimme, den Einspruch abzulehnen. Die ursprüngliche Wertung des Kampfes wird somit nicht geändert.
Mit dieser Entscheidung endet gleichzeitig die Unsicherheit rund um den Titelstatus. Während der Einspruch noch geprüft wurde, bestand theoretisch die Möglichkeit, das Kampfergebnis nachträglich zu ändern oder den Kampf beispielsweise als "No Contest" zu werten. Da dies nicht geschah, gilt Jotko nun offiziell als neuer Champion der Mittelgewichtsklasse.
Alle drei Punktrichter bewerteten den Kampf identisch und kamen auf ein Endergebnis von 48:46 zugunsten von Jotko. Dabei wurde jede Runde nach dem bekannten 10-Point-Must-System bewertet. Jotko gewann nach Auffassung sämtlicher Punktrichter die erste, zweite und fünfte Runde. Besonders interessant war die dritte Runde: Diese wurde sportlich zunächst zugunsten von Engizek gewertet. Aufgrund eines Punktabzugs wegen mehrerer Regelverstöße – darunter das Greifen in den Käfig – wurde daraus jedoch letztlich eine ausgeglichene 9:9-Runde. Die vierte Runde ging wiederum an Engizek. Insgesamt ergab sich daraus das einstimmige Endergebnis von 48:46.
Im Mittelpunkt des Einspruchs stand die Frage, ob der entscheidende Kniestoß tatsächlich den erlaubten Körperbereich oder die verbotene Leistengegend traf.
Zur Erläuterung veröffentlichte die GEMMAF zusätzlich eine grafische Darstellung der offiziellen Trefferzone. Diese macht deutlich, dass die erlaubte Körperfläche nicht einfach am Bauchnabel endet oder beginnt. Maßgeblich ist vielmehr die klar definierte Leistenzone ("below the belt"), die sich anatomisch im Bereich unterhalb des Hosenbundes befindet.
Nach Auswertung sämtlicher Videoaufnahmen, weiterer offizieller Bildquellen sowie der Anhörung des eingesetzten Ringrichters kam das technische Komitee zu dem Schluss, dass der Kniestoß mit ausreichender Sicherheit die nicht erlaubte Leistengegend traf und somit als illegale Technik zu bewerten ist.
Besonders bemerkenswert ist die juristische Argumentation der Kommission. Sie hält ausdrücklich fest, dass die vorhandenen Videoaufnahmen den exakten Aufprallpunkt zwar nicht zweifelsfrei belegen. Für eine Entscheidung sei jedoch keine absolute Gewissheit erforderlich. Es genüge vielmehr eine Überzeugung, die vernünftige Zweifel überwiegend ausschließt.
Zur Begründung führt die Kommission mehrere Indizien an:
In der Gesamtschau wertete die Kommission diese Faktoren als ausreichenden Nachweis dafür, dass der Kniestoß die verbotene Leistengegend traf.
Ein weiterer Aspekt der Entscheidung betrifft die Dauer der medizinischen Auszeit.
Laut Kommission nutzte Jotko lediglich etwa ein Fünftel der ihm zur Verfügung stehenden Erholungszeit. Wäre der Treffer tatsächlich lediglich ein regulärer Körpertreffer gewesen und hätte eine Verletzung nur vorgetäuscht werden sollen, hätte aus Sicht der Kommission eher eine längere Regenerationsphase zu erwarten gewesen. Auch dieses Verhalten floss in die Gesamtbewertung mit ein.
Mit der Veröffentlichung des Urteils endet das Einspruchsverfahren endgültig. Die GEMMAF stellt ausdrücklich klar, dass die Entscheidung bindend ist und nicht mehr angefochten werden kann.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen zudem keine offiziellen Stellungnahmen von Engizek oder seinem Team zur Entscheidung vor.
Sportlich bringt die Entscheidung erhebliche Konsequenzen mit sich.
Nach Angaben aus dem Video standen für Engizek bereits größere Pläne rund um das OKTAGON-Event in Frankfurt im Raum. Neben einem möglichen Kampf soll auch eine Dokumentation geplant gewesen sein. OKTAGON-Mitgründer Ondřej Novotný erklärte demnach, dass Engizek dadurch Einnahmen in Höhe von über 100.000 Euro entgehen könnten.
Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass Engizek in den vergangenen Jahren zu den besonders aktiven Kämpfern gehörte. Daher erscheint die Annahme, eine mehrmonatige Sperre hätte sportlich kaum Auswirkungen, als wenig überzeugend.
Ob die Rivalität zwischen Engizek und Jotko in einem dritten Kampf fortgesetzt wird, bleibt derzeit offen.
Letztlich dürfte diese Entscheidung bei OKTAGON selbst liegen und auch von der Bereitschaft beider Athleten abhängen. Fest steht jedoch: Die sportliche Auseinandersetzung zählt bereits jetzt zu den meistdiskutierten Titelkämpfen der jüngeren OKTAGON-Geschichte.
Das technische Komitee der German Mixed Martial Arts Federation (GEMMAF) kam nach Prüfung der Videoaufnahmen, weiterer Bildquellen sowie der Anhörung des Ringrichters einstimmig zu dem Schluss, dass der Kniestoß die verbotene Leistengegend traf. Aus diesem Grund wurde der Einspruch mit 5:0 Stimmen abgelehnt.
Ja. Mit der Ablehnung des Einspruchs bleibt das ursprüngliche Kampfergebnis bestehen. Krzysztof Jotko gewinnt den Kampf offiziell per Unanimous Decision (48:46) und ist damit der bestätigte OKTAGON-Mittelgewichtschampion.
Der Kniestoß führte zu einer Kampfunterbrechung und war der zentrale Punkt des Einspruchs. Die GEMMAF bewertete den Treffer nach eingehender Prüfung weiterhin als regelwidrigen Tiefschlag und bestätigte damit die Entscheidung des Ringrichters.
Nein. Laut der veröffentlichten Entscheidung der GEMMAF ist das Urteil bindend und kann nicht weiter angefochten werden. Damit ist das Einspruchsverfahren endgültig abgeschlossen.
Derzeit gibt es keine offizielle Bestätigung für ein weiteres Duell. Ob es zu einem dritten Aufeinandertreffen kommt, hängt von den Entscheidungen der Organisation OKTAGON sowie von den weiteren sportlichen Planungen der beiden Athleten ab.
Mit der Entscheidung der GEMMAF ist das Kapitel rund um den Einspruch von Kerim Engizek offiziell abgeschlossen. Das technische Komitee kam nach Prüfung sämtlicher Videoaufnahmen, der offiziellen Bildquellen sowie der Anhörung des Ringrichters einstimmig zu dem Schluss, dass die ursprüngliche Kampfwertung bestehen bleibt. Krzysztof Jotko wird damit endgültig als neuer OKTAGON-Mittelgewichtschampion bestätigt.
Auch wenn die Entscheidung innerhalb der MMA-Community weiterhin kontrovers diskutiert werden dürfte, schafft das Urteil nun sportliche und rechtliche Klarheit. Für Engizek bedeutet dies nicht nur den endgültigen Verlust des Titels, sondern möglicherweise auch erhebliche sportliche und wirtschaftliche Konsequenzen. Ob es künftig zu einem dritten Aufeinandertreffen der beiden Athleten kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Diese Rivalität dürfte die Fans auch in Zukunft weiter beschäftigen.