Meet the athlete: “Prototype” Alina

Meet the athlete: “Prototype” Alina

von Moritz Wessely Mai 04, 2018

Wie gestalteten sich deine ersten Kontakte zum Sport, wo liegen deine Anfänge?

Begonnen habe ich mit Voltigieren. Das hat damals eigentlich so den Grundbaustein für Gelenkigkeit und Dehnbarkeit gelegt.

Wie kamst du von dort zum Kung Fu und Kampfsport, der ja so etwas wie dein "Markenzeichen" ist?

Innerlich war ich da immer. Als Kind wollte ich immer, dass meine Eltern mich in ein Shaolin-Kloster schicken (lacht). In der Kleinstadt, wo ich aufgewachsen bin, gab es aber leider nichts passendes.

Als ich dann mit 18 von zu Hause aus- und in die Großstadt gezogen bin, hatte ich endlich ganz viel Möglichkeiten, habe mich durchprobiert und als ich dann das erste Mal in die Schule von meinem ersten Meister kam wusste ich gleich: Hier bin ich ab sofort jeden Tag.

Das war ja ziemlich spät?

Ja, ziemlich spät, das stimmt. Ich habe aber wirklich mein Leben lang Sport gemacht, sieben Jahre Volleyball auf Leistungsniveau, 6 Jahre lang Rudern und diese Disziplin, welche mich an Shaolin-Mönchen schon immer fasziniert hat, auch versucht hier zu implementieren, zu praktizieren, zu trainieren.

Dadurch, dass ich nie meine Dehnfähigkeit bzw. Beweglichkeit vernachlässigt, sowie 5 Mal die Woche Fitness gemacht habe, konnte ich dies beim Kung Fu schnell anwenden, sodass ich mir lediglich das technische Know-how antrainieren musste.

Welche Kampfsportarten betreibst du mittlerweile?

Hauptsächlich Wun Hop Kuen Do-Kung Fu vorher war es der südliche Shaolin-Stil in Hannover. Dadurch, dass ich nach Hamburg gezogen bin, musste ich System auch noch einmal von vorne anfangen. Darin auch Waffen, vorzugsweise Säbel. In meinem jetzigen System ist auch Escrima, phillipinischer Stockkampf, integriert, daran habe ich ebenfalls sehr großes Interesse. Dieses Jahr habe ich mit Muay Thai begonnen, das möchte ich jetzt in Zukunft auch weiter ausbauen, auch in Wettkampfform. Knapp vor meiner Verletzung habe ich mit Brazilian Jiu Jitsu und Waffenvollkontakt begonnen.

Wie bist du als Frau zum Kampfsport gekommen, weil es ja leider immer noch eher weniger eine typische "Frauendisziplin" darstellt?

Initial war es das Mindset, welches mich beeinruckte, aber auch das Kämpferische an sich. Von meiner inneren Einstellung, wie man mich kennt, "beiße" ich mich überall durch und wenn es herausfordernd wird, dann erst recht. Das mag vielleicht kein typischer Frauen- oder Mädchensport sein, aber das ist mir auch egal .

Ich bin der Meinung, wenn eine Frau gewisse Dinge begreift, versteht, sei es Fitness oder Kampfsport und es macht dieses "Klick", dann ist sie mindestens genau so gefährlich wie alle anderen.

Wie gestaltet sich bei dir eine typische Trainingswoche?

In Hamburg 5 mal die Woche Kung Fu, 1 mal Thaiboxen und 2 mal Fitness. Beim Fitness hauptsächlich Ganzkörpertraining, Compound Movements, damit ich davon auch einen echten Mehrwert habe. Bei Kung Fu unterscheiden sich meine Einheiten, von sehr, sehr konditionell intensiven zu sehr technischen Trainings und dann natürlich noch das Waffentraining.

Wie lange dauert bei dir in der Regel ein Training?

Im Kung Fu dauert eine Einheit eine Stunde, wobei ich meistens mehrere hintereinander absolviere, versuche hierbei die Intensitäten aber abzuwechseln. Im Fitness bin ich meist etwas über eine Stunde.

Bleibt neben diesem zeitintensiven Training noch Zeit für andere Hobbys oder Freunde?

Eine andere Leidenschaft lebe ich durch mein Wirtschaftspsychologie-Studium und durch die Arbeit in diesem Bereich.

Freunde sind ein schwieriges Thema. Um es so auszudrücken, einen Großteil meiner Freunde sehe ich beim Training, da redet man währenddessen vielleicht nicht soviel miteinander, aber auch nonverbal ist das eine fast noch intensivere Art, Zeit miteinander zu verbringen.

Zudem bleibt vor oder nach dem Training auch meist noch ausreichend Zeit für Unterhaltungen. Ebenfalls erfordert es ein gutes Zeitmanagement. Aber es stimmt, Training und dieser "Lifestyle", dieses Leben besitzen bei mir Priorität und deswegen schätze ich auch meine Freunde so sehr, weil sie das auch akzeptieren.

Hier an dieser Stelle auch noch einmal ein ganz großes Danke an euch.

Was stellt der Sport außer dem rein körperlichen Training für dich dar?

Pure Leidenschaft. Es gibt für mich nichts Essentielleres, als das Kämpfen. Es schult soviel mehr, als nur den Körper, insbesondere auf geistiger, mentaler Ebene. Ich liebe es, mich ständig weiterzuentwickeln und auszubauen. Dafür gehört für mich jede Art von Skill , den ich auf meinem Weg mitnehmen kann.

Der Sport ist für mich Leidenschaft, Leben, alles in einem.

Ist dies auch deine Motivation, die dich immer weiter vorantreibt: Zum einen Höherstreben auf persönlicher Ebene, sowie die extrem tiefgehende Leidenschaft für den Sport?

Ja, auf jeden Fall. Es bedeutet einfach alles für mich. Und wenn man mir eines Tages mein Bein abnehmen müsste, ich würde nicht aufgeben, sondern so weiterkämpfen.

Was siehst du persönlich als deinen größten Erfolg?

Ich hatte mit 16 eine Operation die mich für insgesamt für 1 1/2 Jahre komplett aus allem rausgekickt hat, danach musste ich in die Reha und war danach, mit 17 wirklich emotional gebrochen. Dies erleben zu müssen, hat mich stärker gemacht, ich bin verändert daraus hervorgegangen,. Es hat einfach "Klick" gemacht. Danach habe ich gesagt: OK, ab jetzt richte ich mein Leben genau so aus wie ich es will. Seitdem empfinde ich viel intensiver, es fühlt sich alles viel farbiger, echter an, im Besonderen auf emotionaler und Wahrnehmungsebene.

Damals mit 17 zum einen dies erfahren zu müssen, aber dann auch aus diesem Zustand mich "freizukämpfen", das ist die größte Errungenschaft, welche ich für mich gemacht habe. All das, was ich in dieser Zeit lernen durfte, wirkt sich bis heute aus. Das hat mein Leben ins Positive "gekickt".

Ich lebe nicht mehr nur vor mich hin, sondern extrem intensiv, Das ist leider etwas, das viele Menschen bisher noch nicht für sich entdeckt haben.

Durch meinen größten Tiefschlag konnte ich mich erst richtig in die Höhe schwingen.

Auf sportlicher Ebene war mein größter Erfolg zum einen der Weser-Marathon in Olympischem Rudern mit 14 mit einer Distanz von 135 Kilometer pro Tag, diesen habe ich mehrfach absolviert. Jetzt in den letzten zwei Jahren aber auch immer wieder die 24 Stunden-Kung Fu-Trainings.

Hat dir der Kampfsport dabei geholfen, dieses intensive, bewusste Leben und Erleben zu trainieren?

Es war eher umgekehrt. Damals habe ich ja noch keinen Kampfsport gemacht. Diese angesprochene Achtsamkeit musste ich so auf die harte Art lernen und konnte sie in Folge im Kung Fu anwenden. Dadurch wurde sie aber mit Sicherheit noch einmal um ein weiteres verfeinert.

Wie bist du zu deinem Namen "Prototype Alina" gekommen? Besitzt dies für dich eine tiefere Bedeutung?

Das passt einfach zu meiner Lebenseinstellung. Mich immer weiterzuentwickeln, niemals stehen zu bleiben. Für mich geht es persönlich im Leben darum, sich selbst zu erschaffen, immer weiter ausbaut. Man wird im Leben vor so viele Herausforderungen gestellt. Dabei sollte man zwar immer sich selbst treu bleiben, aber auch ein Stück an die Situation adaptieren. Es geht mir vor allem darum, mich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern ein komplettes Individuum zu kreieren. Das sollte meiner Meinung nach für jeden Maxime sein.

So gesehen bin ich ein Prototyp, der nie fertiggestellt und vollendet sein wird. Aber das soll er auch gar nicht. Ein ständiges Wachstum

Vor kurzem hast du einen Kreuzbandriss erlitten. Das stellt natürlich noch einmal ein Setback dar. Wie man dich aber als Person erlebt, gibst du trotzdem nicht auf, gehst weiterhin ins Training.

Wie gewährleistest du aber trotzdem die Balance, dich in diesem angeschlagenen Zustand nicht zu überfordern?

Das stimmt. Ich muss mich meist eher bremsen, als motivieren (lacht). Ich gestalte es so, dass ich zum einen versuche, extrem intensiv auf meinen Körper zu hören, betrachte dies aber in einem kombinierten Gesamtbild mit dem Feedback, das ich mir von Leuten hole, welche ich als kompetent erachte.

Wir alle kennen das, manchmal braucht man einfach den Blick von außen, selbst wenn man der Meinung ist, sich selbst gut einschätzen zu können. Ich spreche viel mit anderen Athleten, hole mir viel Meinung ein, z.B. von Abu Ilias, der auch ein Mitglied von Team Phantom Athletics ist. An dieser Stelle auch danke an dich, Abu.

Ich halte es immer wichtig, Expertenmeinung einzuholen, dabei aber auch die eigene Meinung zu betrachten. Und bis jetzt war ich nach jeder Verletzung schneller wieder auf den Beinen, als von den Ärzten prognostiziert und nicht einmal wurde die Verletzung durch das Training schlimmer. Also würde ich sagen, bis jetzt habe ich es ganz gut hinbekommen.

Wenn man will und die Balance findet, ist unglaublich viel möglich.

Du bist auch auf Social Media sehr aktiv, hast hier auch eine äußerst loyale und stetig wachsende Followerzahl. Wie hat das damals begonnen?

Eigentlich bin ich durch meinen Bruder dazu gekommen. Als ich bereits ausgezogen war, wollte er unbedingt, dass ich mich auf Instagram anmelde, damit er mich unter irgendwelchen Bildern markieren kann. Ich hatte dann ein, zwei Bilder aus dem Training hochgeladen und als ich verstand, es gibt da draußen Leute, die sind genau so crazy wie ich, die ticken ähnlich, haben die gleiche Leidenschaft, da habe ich verstanden, hier ist eine echte Community. Für mich besitzt die Followerzahl keine Wertung, sondern mir geht es nur um die Connection zu Gleichgesinnten, die mir dadurch möglich wird.

Gerade bei meiner Verletzung habe ich gemerkt, es sind nicht nur Follower, sondern ein echtes Netzwerk. Ich wurde von so vielen Leuten angeschrieben, die mir Tipps gegeben haben, Kontaktdaten von ihren Spezialisten und, und, und. Diese Community ist echt stark. Extrem.

Wie bist du zum Team Phantom Athletics gekommen?

Da fällt wieder der Name Abu.

Das war am World Fitness Day. Kurz davor hat Abu mich angeschrieben, er würde mich gerne im Team haben. Ich hatte damals bereits eine Kooperation mit einer anderen Marke.

Bei mir ist das so: Wenn ich mich für etwas entscheide, mache ich es auch richtig. Deshalb habe ich ihm geantwortet: "Abu, danke dass du anfragst, ich finde das cool, aber ich will euch erst persönlich kennen lernen und sollte es passen, dann stehe ich 100 Prozent hinter euch."

Wir haben uns dann am World Fitness Day getroffen, ich war überzeugt und seitdem gehört Phantom Athletics für mich zu meinem Leben und ich bin stolz, sie als einer ihrer Athleten supporten zu dürfen.

Wie war deine erste Meinung zur Phantom Trainingsmaske?

Ich wollte sie ausprobieren, aber war mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten sollte.

Dein erstes Training mit ihr?

Mein Gedanke als ich sie zum ersten Mal anhatte, war einfach nur. "Geiler Scheiß".

Ich war mit einer Freundin im Fitnessstudio. Ich habe mit Kreuzheben angefangen, bin danach an den Boxsack, und viel Training mit Körpergewicht, einfach um zu sehen, wie mein Körper auf die ungewohnte Belastung reagiert, wie fühlt es sich an. Es hat mir extrem gefallen, da ich das Gefühl hatte, mich intensiver auf mich und das Training konzentrieren zu können. Ich habe alles weitaus intensiver gespürt.

Was kam dann?

Ich habe angefangen, sie zum Mountanbiken zu verwenden, da verwende ich sie auch hauptsächlich. Kampfsporttechnisch verwende ich sie besonders gern, wenn ich viel Straßenkampftechnik trainiere. Dadurch wird das Traning viel intensiver und effektiver, das Stresslevel ist höher und ich kann höhere Vorteile erziehen.

Was war deine extremste Erfahrung mit der Phantom Trainingsmaske?

Das war beim zweiten Training mit ihr. Ich habe Straßenkampf trainiert und mir dabei einen Timer gesetzt. Wenn ich das mache, halte ich mich auch daran. AUf einmal habe ich die Maske durch eine zufällige Bewegung auf Stufe 4 geschaltet, aber ich wollte den Timer aber unbedingt durchziehen. Danach dachte ich mir auch so: Jetzt brauche ich erst mal eine Pause.

Bemerkst du auch eine mentale Verbesserung durch die Phantom Trainingsmaske?

Auf jeden Fall. Dieser psychologische Effekt, diese Adrenalinfreisetzung ist auch einer der Hauptgründe, weshalb ich mit der Maske trainiere.

Hast du schon Ziele wie es nach der Verletzung weitergehen soll?

Erstmal natürlich wieder "Laufen lernen", währenddessen bereits viel Oberkörpertraining, im Sitzen mit Waffen und ähnliches. Danach muss ich ehrlich gesagt schauen, wie ich stehe und wo meine Leidenschaft mich hinzieht. Ob ich auf Kung Fu-Meisterschaften gehe oder Muay Thai intensiviere, vielleicht mache ich auch Waffenvollkontakt. Das kann ich noch nicht so detailliert sagen.

Was ich allerdings garantiere, ich werde zurückkommen, das steht außer Frage und zwar stärker als zuvor.

Wenn auch du, wie Alina deine körperlichen und mentalen Fähigkeiten verbessern willst, um deinen Körper zu sportlichen Höchstleistungen zu treiben, so solltest du einen Blick auf unsere Phantom Trainingsmaske werfen!

Kontakt

Habt ihr Fragen zur Phantom Trainingsmaske? Hier könnt ihr uns jederzeit kontaktieren: –> wir helfen gern!



Moritz Wessely
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