Für Henry „El Niño“ Escalona ist Kampfsport eng mit dem Wunsch verbunden, seinen eigenen Weg zu gehen und seiner Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Der venezolanische MMA-Athlet verfolgt diesen Weg seit 2019. Was mit der Begeisterung für Kämpfe im Fernsehen und in Internetcafés begann, führte ihn schließlich selbst ins Training – und später über die Grenzen seiner Heimat hinaus. Heute kämpft er bei der spanischen Organisation WoW FC (Way of Warriors Fighting Championship) im Federgewicht und arbeitet daran, sich mit jedem Kampf weiterzuentwickeln.
Seine ersten Schritte im Kampfsport waren von einer Entschlossenheit geprägt, die sich schon früh bemerkbar machte. Als die Faszination für das Geschehen im Käfig immer größer wurde, schlich er sich eines Tages heimlich aus dem Haus, um ohne das Wissen seiner Mutter zu trainieren.
Wenn Henry über seine größten Stärken spricht, nennt er seine mentale Einstellung, sein Herz und seine Liebe zu diesem Sport. Damit beschreibt er zugleich, was ihn durch anspruchsvolle Trainingseinheiten und intensive Kämpfe trägt. Seine Motivation liegt im Kampfsport selbst: in der Möglichkeit, Fähigkeiten zu entwickeln, Herausforderungen anzunehmen und sich immer wieder aufs Neue zu beweisen.
Als seinen bisher größten Erfolg betrachtet er die Möglichkeit, Venezuela verlassen zu haben, um im Ausland zu kämpfen und seinen Traum weiterzuverfolgen. Dieser Schritt besitzt für ihn einen besonderen Stellenwert. Er hat ihm die Chance eröffnet, seine sportlichen Ziele über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus zu verfolgen.
Henry spricht offen über die Herausforderungen, die ihm weniger leichtfallen. Eine davon ist der Weight Cut. Henry isst ausgesprochen gerne und bezeichnet die Gewichtsreduktion vor einem Kampf als einen Bereich, mit dem er zu kämpfen hat. Diese ehrliche Selbsteinschätzung ergänzt das Bild eines Athleten, der seine Stärken kennt und zugleich benennen kann, wo ihm sein sportlicher Alltag besondere Disziplin abverlangt.
Seine Ziele sind klar: Er möchte weitere Kämpfe gewinnen, sportlich so weit wie möglich kommen und seine Familie unterstützen. Persönlicher Ehrgeiz und familiäre Verbundenheit greifen dabei ineinander. Jeder weitere Schritt in seiner Karriere ist für ihn auch mit dem Wunsch verbunden, etwas für die Menschen zu erreichen, die ihm nahestehen.
Sein Leitspruch „Un corazón por muchas almas“ – „Ein Herz für viele Seelen“ – bringt diese Haltung zum Ausdruck. Er verbindet den Einsatz eines Einzelnen mit einer Bedeutung, die über ihn selbst hinausreicht.