Die beste Submission im MMA
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Lesezeit: 5 min
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Im Mixed Martial Arts entscheiden nicht nur Knockouts über Sieg oder Niederlage. Gerade auf höchstem Niveau sind Aufgabegriffe ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Kampfstrategien. Eine statistische Auswertung aller Submission-Siege in den größten MMA-Organisationen zeigt eindrucksvoll, welche Techniken besonders effektiv waren und wann die Chancen auf eine erfolgreiche Submission am größten waren.
Für die Auswertung wurden sämtliche Kämpfe berücksichtigt, die im Jahr 2011 in der Ultimate Fighting Championship (UFC), bei Bellator und bei Strikeforce durch Aufgabe beendet wurden. Insgesamt endeten 166 Kämpfe durch Submission.
Dabei zeigt sich ein deutliches Muster:
Zusätzlich wurde die durchschnittliche Kampfdauer aller Submission-Siege berechnet. Diese lag bei lediglich 5 Minuten und 15 Sekunden – also nur wenig länger als eine komplette Runde.
Die Zahlen legen nahe, dass erfolgreiche Aufgabegriffe besonders häufig in der frühen Kampfphase gelingen. Eine eindeutige wissenschaftliche Erklärung dafür gibt es zwar nicht, denkbar sind jedoch mehrere Faktoren: Zu Beginn eines Kampfes verfügen Athleten noch über ihre maximale Explosivität, können dominante Positionen schneller erarbeiten und die Körper sind noch deutlich trockener, wodurch sich Kontrollpositionen leichter halten lassen. Mit zunehmender Kampfdauer erschweren Schweiß, Ermüdung und taktische Anpassungen häufig den erfolgreichen Abschluss einer Submission.
Besonders interessant ist die Verteilung der einzelnen Aufgabegriffe. Insgesamt wurden 19 verschiedene Submission-Techniken erfolgreich eingesetzt.
Mit großem Abstand an der Spitze steht der Rear Naked Choke, der 54-mal zum Kampfende führte. Dahinter folgen:
Allein der Rear Naked Choke machte damit rund ein Drittel aller erfolgreichen Submission-Siege aus und war mit deutlichem Abstand die erfolgreichste Technik des gesamten analysierten Jahres.
Der Erfolg dieser Technik überrascht kaum. Der Rear Naked Choke wird aus der Rückenposition angesetzt – einer der dominantesten Positionen im Grappling. Hat ein Kämpfer den Rücken seines Gegners vollständig kontrolliert, sind dessen Verteidigungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.
Im Gegensatz zu vielen Hebeltechniken basiert der Rear Naked Choke nicht auf Schmerz, sondern auf einer kontrollierten Kompression der Halsschlagader. Dadurch kann die Blutzufuhr zum Gehirn reduziert werden, was den Gegner häufig innerhalb weniger Sekunden zur Aufgabe zwingt oder – sofern nicht rechtzeitig abgeklopft wird – zur Bewusstlosigkeit führen kann.
Da die Technik überwiegend von sauberer Positionierung, Hebelwirkung und Timing lebt, ist sie vergleichsweise unabhängig von Körpergröße oder Muskelkraft. Genau deshalb gehört sie sowohl im Brazilian Jiu-Jitsu als auch im modernen MMA zu den wichtigsten Submission-Techniken überhaupt.
Auch wenn die Daten aus dem Jahr 2011 stammen, haben sie bis heute nichts von ihrer Aussagekraft verloren. Moderne MMA-Kämpfer investieren nach wie vor einen großen Teil ihres Trainings in Positionskontrolle, Back Control und Choke-Techniken.
Die Statistik verdeutlicht außerdem ein grundlegendes Prinzip des Grapplings: Erfolgreiche Aufgabegriffe entstehen nur selten zufällig. Meist gehen ihnen dominante Positionen, saubere Übergänge und konsequente Kontrolle voraus. Wer diese Grundlagen beherrscht, erhöht seine Chancen erheblich, einen Kampf vorzeitig zu beenden.
Der Rear Naked Choke ist ein Würgegriff, der aus der Rückenposition angesetzt wird. Dabei wird die Halsschlagader kontrolliert komprimiert, wodurch der Gegner in der Regel zur Aufgabe gezwungen wird. Er zählt zu den effektivsten Submission-Techniken im MMA und Brazilian Jiu-Jitsu.
Der Rear Naked Choke wird aus einer sehr dominanten Position ausgeführt, in der der Gegner nur eingeschränkte Verteidigungsmöglichkeiten hat.
Die Auswertung aller Submission-Siege in der Ultimate Fighting Championship (UFC), bei Bellator und bei Strikeforce aus dem Jahr 2011 zeigt, dass der Rear Naked Choke mit 54 erfolgreichen Abschlüssen die mit Abstand häufigste Submission war. Dahinter folgten der Guillotine Choke (29), der Triangle Choke (18) und der Armbar (17).
Laut der Auswertung wurden 63 % aller Submission-Siege bereits in der ersten Runde erzielt. Mit zunehmender Kampfdauer nahm die Anzahl erfolgreicher Aufgabegriffe deutlich ab, was auf Faktoren wie Ermüdung, Schweißbildung und taktische Anpassungen zurückzuführen sein kann.
Ja. Der Rear Naked Choke gehört zu den grundlegenden Techniken im Brazilian Jiu-Jitsu, Grappling und MMA und wird bereits im Anfängertraining vermittelt. Wichtig ist jedoch, die Technik ausschließlich unter Anleitung qualifizierter Trainer und im kontrollierten Training zu erlernen und anzuwenden.
Die Auswertung der Submission-Siege aus der Ultimate Fighting Championship (UFC), aus Bellator und Strikeforce zeigt deutlich, dass der Rear Naked Choke bereits 2011 die effektivste Submission im professionellen MMA war. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die meisten Aufgabegriffe bereits in den ersten Minuten eines Kampfes erfolgreich angesetzt werden.
Auch wenn sich der Sport stetig weiterentwickelt, bleibt eine Erkenntnis zeitlos: Technische Präzision, Positionskontrolle und saubere Grappling-Grundlagen sind häufig entscheidender als reine Athletik oder Kraft. Genau deshalb zählt der Rear Naked Choke auch heute noch zu den gefährlichsten und erfolgreichsten Waffen im Mixed Martial Arts.