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Die beste Submission im MMA

Autor/in: Julia Reiner

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Geändert am:

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Lesezeit: 5 min

MMA-Fighter Farrukh Babayev mit Phantom Athletics Fightshorts nach einem Sieg bei WELOVEMMA

Im Mixed Martial Arts entscheiden nicht nur Knockouts über Sieg oder Niederlage. Gerade auf höchstem Niveau sind Aufgabegriffe ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Kampfstrategien. Eine statistische Auswertung aller Submission-Siege in den größten MMA-Organisationen zeigt eindrucksvoll, welche Techniken besonders effektiv waren und wann die Chancen auf eine erfolgreiche Submission am größten waren.

Die meisten Submissions erfolgen früh im Kampf

Für die Auswertung wurden sämtliche Kämpfe berücksichtigt, die im Jahr 2011 in der Ultimate Fighting Championship (UFC), bei Bellator und bei Strikeforce durch Aufgabe beendet wurden. Insgesamt endeten 166 Kämpfe durch Submission.


Dabei zeigt sich ein deutliches Muster:


  • 104 Submissions (63 %) erfolgten bereits in der ersten Runde.
  • 44 Kämpfe (26 %) endeten in der zweiten Runde.
  • 14 Submissions (8 %) wurden in der dritten Runde erzielt.
  • 4 Kämpfe (2 %) endeten in der vierten Runde durch Aufgabe.
  • In der fünften Runde gab es keine einzige Submission.

Zusätzlich wurde die durchschnittliche Kampfdauer aller Submission-Siege berechnet. Diese lag bei lediglich 5 Minuten und 15 Sekunden – also nur wenig länger als eine komplette Runde.


Die Zahlen legen nahe, dass erfolgreiche Aufgabegriffe besonders häufig in der frühen Kampfphase gelingen. Eine eindeutige wissenschaftliche Erklärung dafür gibt es zwar nicht, denkbar sind jedoch mehrere Faktoren: Zu Beginn eines Kampfes verfügen Athleten noch über ihre maximale Explosivität, können dominante Positionen schneller erarbeiten und die Körper sind noch deutlich trockener, wodurch sich Kontrollpositionen leichter halten lassen. Mit zunehmender Kampfdauer erschweren Schweiß, Ermüdung und taktische Anpassungen häufig den erfolgreichen Abschluss einer Submission.

Der Rear Naked Choke führt die Statistik deutlich an

Besonders interessant ist die Verteilung der einzelnen Aufgabegriffe. Insgesamt wurden 19 verschiedene Submission-Techniken erfolgreich eingesetzt.


Mit großem Abstand an der Spitze steht der Rear Naked Choke, der 54-mal zum Kampfende führte. Dahinter folgen:


  • Guillotine Choke – 29
  • Triangle Choke – 18
  • Armbar – 17
  • Verbal Submission – 8
  • Brabo Choke – 5
  • Key Lock (Americana) – 4
  • Heel Hook – 3
  • Kneebar – 3
  • Darce Choke – 3
  • Kimura – 2
  • North-South Choke – 2
  • Neck Crank – 2
  • Peruvian Necktie – 1
  • Twister – 1
  • Scarf Armlock – 1
  • Ankle Lock – 1
  • Anaconda Choke – 1

Allein der Rear Naked Choke machte damit rund ein Drittel aller erfolgreichen Submission-Siege aus und war mit deutlichem Abstand die erfolgreichste Technik des gesamten analysierten Jahres.

Warum der Rear Naked Choke so effektiv ist

Der Erfolg dieser Technik überrascht kaum. Der Rear Naked Choke wird aus der Rückenposition angesetzt – einer der dominantesten Positionen im Grappling. Hat ein Kämpfer den Rücken seines Gegners vollständig kontrolliert, sind dessen Verteidigungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.


Im Gegensatz zu vielen Hebeltechniken basiert der Rear Naked Choke nicht auf Schmerz, sondern auf einer kontrollierten Kompression der Halsschlagader. Dadurch kann die Blutzufuhr zum Gehirn reduziert werden, was den Gegner häufig innerhalb weniger Sekunden zur Aufgabe zwingt oder – sofern nicht rechtzeitig abgeklopft wird – zur Bewusstlosigkeit führen kann.


Da die Technik überwiegend von sauberer Positionierung, Hebelwirkung und Timing lebt, ist sie vergleichsweise unabhängig von Körpergröße oder Muskelkraft. Genau deshalb gehört sie sowohl im Brazilian Jiu-Jitsu als auch im modernen MMA zu den wichtigsten Submission-Techniken überhaupt.

Was diese Statistik für heutige Athleten bedeutet

Auch wenn die Daten aus dem Jahr 2011 stammen, haben sie bis heute nichts von ihrer Aussagekraft verloren. Moderne MMA-Kämpfer investieren nach wie vor einen großen Teil ihres Trainings in Positionskontrolle, Back Control und Choke-Techniken.


Die Statistik verdeutlicht außerdem ein grundlegendes Prinzip des Grapplings: Erfolgreiche Aufgabegriffe entstehen nur selten zufällig. Meist gehen ihnen dominante Positionen, saubere Übergänge und konsequente Kontrolle voraus. Wer diese Grundlagen beherrscht, erhöht seine Chancen erheblich, einen Kampf vorzeitig zu beenden.

MMA-Fighter Benjamin Werneth mit Phantom Athletics Rashguard, Training Shorts und Tights beim BJJ-Training

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist der Rear Naked Choke?

Der Rear Naked Choke ist ein Würgegriff, der aus der Rückenposition angesetzt wird. Dabei wird die Halsschlagader kontrolliert komprimiert, wodurch der Gegner in der Regel zur Aufgabe gezwungen wird. Er zählt zu den effektivsten Submission-Techniken im MMA und Brazilian Jiu-Jitsu.

Warum gilt der Rear Naked Choke als so effektiv?

Der Rear Naked Choke wird aus einer sehr dominanten Position ausgeführt, in der der Gegner nur eingeschränkte Verteidigungsmöglichkeiten hat.

Welche Submission war laut der Statistik aus dem Jahr 2011 am erfolgreichsten?

Die Auswertung aller Submission-Siege in der Ultimate Fighting Championship (UFC), bei Bellator und bei Strikeforce aus dem Jahr 2011 zeigt, dass der Rear Naked Choke mit 54 erfolgreichen Abschlüssen die mit Abstand häufigste Submission war. Dahinter folgten der Guillotine Choke (29), der Triangle Choke (18) und der Armbar (17).

In welcher Kampfphase gelingen die meisten Submissions?

Laut der Auswertung wurden 63 % aller Submission-Siege bereits in der ersten Runde erzielt. Mit zunehmender Kampfdauer nahm die Anzahl erfolgreicher Aufgabegriffe deutlich ab, was auf Faktoren wie Ermüdung, Schweißbildung und taktische Anpassungen zurückzuführen sein kann.

Ist der Rear Naked Choke auch für Anfänger geeignet?

Ja. Der Rear Naked Choke gehört zu den grundlegenden Techniken im Brazilian Jiu-Jitsu, Grappling und MMA und wird bereits im Anfängertraining vermittelt. Wichtig ist jedoch, die Technik ausschließlich unter Anleitung qualifizierter Trainer und im kontrollierten Training zu erlernen und anzuwenden.

Fazit

Die Auswertung der Submission-Siege aus der Ultimate Fighting Championship (UFC), aus Bellator und Strikeforce zeigt deutlich, dass der Rear Naked Choke bereits 2011 die effektivste Submission im professionellen MMA war. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die meisten Aufgabegriffe bereits in den ersten Minuten eines Kampfes erfolgreich angesetzt werden.


Auch wenn sich der Sport stetig weiterentwickelt, bleibt eine Erkenntnis zeitlos: Technische Präzision, Positionskontrolle und saubere Grappling-Grundlagen sind häufig entscheidender als reine Athletik oder Kraft. Genau deshalb zählt der Rear Naked Choke auch heute noch zu den gefährlichsten und erfolgreichsten Waffen im Mixed Martial Arts.

Ausgewählte Quellen

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CMO bei Phantom Athletics Julia Reiner

Zur Autorin dieses Artikels

Julia Reiner ist Chief Marketing Officer (CMO) & Autorin bei Phantom Athletics. Mit ihrem BSc (WU) und Diplom in (Kraft)training & Ernährung sowie Erfahrung im Kampfsport teilt sie praxisnahe Tipps zu Fitness, Sport und Ernährung.

Zur Autorenseite von Julia Reiner
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Hast du Fragen zu diesem Thema?

Aufgabegriffe gehören zu den spektakulärsten und technisch anspruchsvollsten Möglichkeiten, einen MMA-Kampf vorzeitig zu beenden. Ob durch einen Rear Naked Choke, eine Guillotine oder einen Armbar – erfolgreiche Submissions sind das Ergebnis von präziser Technik, optimalem Timing und einer dominanten Position. Eine statistische Auswertung der Submission-Siege aus der UFC, aus Bellator und aus Strikeforce zeigt dabei eindrucksvoll, welche Aufgabegriffe sich im professionellen MMA besonders bewährt haben und in welcher Kampfphase sie am häufigsten zum Erfolg führen.


Was diese Analyse besonders interessant macht, ist der direkte Vergleich der verschiedenen Submission-Techniken. Während einige Aufgabegriffe regelmäßig auf höchstem Niveau erfolgreich eingesetzt werden, kommen andere nur vereinzelt zum Einsatz. Gleichzeitig zeigt die Statistik, dass der Zeitpunkt einer Submission eine wichtige Rolle spielt und erfolgreiche Aufgabegriffe überwiegend in den frühen Minuten eines Kampfes erzielt werden. Dadurch lassen sich spannende Rückschlüsse auf moderne Grappling-Strategien und die Bedeutung einer sauberen Positionskontrolle ziehen.


Letztlich entscheidet jedoch nicht allein die Wahl einer bestimmten Submission über den Kampfausgang. Ausschlaggebend sind vielmehr die technische Ausführung, die Kontrolle über den Gegner und das richtige Timing. Wer diese Grundlagen beherrscht und seine Grappling-Fähigkeiten kontinuierlich verbessert, erhöht die Chancen, einen Kampf erfolgreich durch Aufgabe zu beenden – unabhängig davon, welche Submission letztendlich den entscheidenden Abschluss bildet.

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