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Krafttraining für BJJ-Athleten

Autor/in: Julia Reiner

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Veröffentlicht am:

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Geändert am:

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Lesezeit: 6 min

UFC-Fighter Aleksandar "Rocket" Rakic mit Phantom Athletics Fightshorts beim Kreuzheben im Gym

Brazilian Jiu-Jitsu gilt als hochkomplexe Kampfsportart, deren Erfolg in erster Linie von Technik, Timing und strategischem Verständnis abhängt. Dennoch zeigt die sportwissenschaftliche Forschung eindeutig, dass körperliche Leistungsfähigkeit – insbesondere Kraft – eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit auf der Matte spielt. Modernes Krafttraining stellt daher eine wertvolle Ergänzung zum technischen Training dar und kann sowohl die Leistungsentwicklung als auch die Verletzungsprävention nachhaltig unterstützen.

Die Rolle der Kraft im Brazilian Jiu-Jitsu

Brazilian Jiu-Jitsu ist ein Grappling-Sport, der wiederholt kurze, hochintensive Kraftaktionen mit längeren Phasen isometrischer Spannung kombiniert. Athleten müssen in der Lage sein, Positionen zu stabilisieren, explosive Bewegungen einzuleiten und gleichzeitig über längere Zeiträume Druck aufzubauen.


Sportwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass leistungsstarke Grappler typischerweise über hohe Werte in den Bereichen Maximalkraft, Muskelkraftausdauer und anaerobe Leistungsfähigkeit verfügen. Besonders die Fähigkeit, Kraft im Oberkörper zu erzeugen, ist entscheidend für Techniken wie Guard-Passes, Sweeps oder Submission-Ansätze. Gleichzeitig spielen Rumpfstabilität und Ganzkörperkraft eine zentrale Rolle für die Kontrolle des Gegners und die Stabilisierung eigener Positionen. 

Wissenschaftliche Erkenntnisse: Krafttraining verbessert die Leistung im Grappling

Eine häufig diskutierte Frage lautet, ob reines BJJ-Training ausreichend ist, um alle physischen Anforderungen des Sports abzudecken. Eine kontrollierte Studie untersuchte genau diese Fragestellung.


In der Untersuchung absolvierten aktive BJJ-Athleten zusätzlich zu ihrem regulären Training ein vierwöchiges Maximalkraftprogramm mit schweren Grundübungen. Das Ergebnis war bemerkenswert:


  • +15% Steigerung der Kniebeugenleistung

  • +11% Steigerung der Bankdrückleistung

  • Verbesserungen der Muskelkraftausdauer um bis zu 33%


Diese Fortschritte wurden innerhalb weniger Wochen erzielt und traten ohne Veränderung der Körpermasse auf – ein entscheidender Vorteil in gewichtsklassenbasierten Kampfsportarten.


Die Studie zeigt somit klar: Ergänzendes Krafttraining kann die neuromuskuläre Leistungsfähigkeit von Grapplern deutlich verbessern und bietet einen messbaren Mehrwert gegenüber reinem Techniktraining.

Zentrale Kraftqualitäten für BJJ-Athleten

Nicht jede Form von Krafttraining ist gleichermaßen relevant für den Kampfsport. Für Brazilian Jiu-Jitsu sind insbesondere drei Kraftqualitäten entscheidend.

1. Maximalkraft

Die Maximalkraft bildet die Grundlage jeder athletischen Leistung. Eine höhere Maximalkraft reduziert die relative Belastung bei submaximalen Aktionen – beispielsweise beim Halten einer Position oder beim Ziehen an einem Gi-Grip.

Athleten mit höherer Maximalkraft können daher Bewegungen effizienter ausführen und ermüden langsamer. Besonders bewährt haben sich klassische Grundübungen wie:



Schwere Lasten im Bereich von etwa 85% des One-Rep-Maximums gelten als besonders effektiv für die Entwicklung dieser Kraftkomponente. 

2. Rumpfstabilität und funktionelle Kraft

Im Grappling wirkt der Körper als geschlossene kinetische Kette. Die Kraftübertragung zwischen Ober- und Unterkörper erfolgt über den Rumpf. Ein stabiler Core ermöglicht daher effizientere Sweeps, bessere Guard-Retention und stärkere Bridges.


Krafttraining sollte deshalb nicht nur isolierte Muskelgruppen adressieren, sondern gezielt funktionelle Bewegungsmuster integrieren – etwa durch:


  • Anti-Rotation-Übungen

  • Farmer’s Carries

  • einbeinige Bewegungen wie Split Squats


Unilaterale Übungen sind besonders wertvoll, da viele BJJ-Techniken asymmetrisch ausgeführt werden.

3. Kraftausdauer

Neben explosiven Aktionen ist BJJ von langen Phasen statischer Spannung geprägt – etwa beim Halten einer Side Control oder beim Verteidigen einer Submission.


Die Fähigkeit, über längere Zeiträume einen hohen Anteil der maximalen Kraft aufrechtzuerhalten, ist daher ein entscheidender Leistungsfaktor. Besonders relevant sind hier:


  • Klimmzüge

  • Griffkrafttraining

  • Core-Stabilisationsübungen


Diese Komponenten helfen Athleten, auch in späteren Matchphasen kontrolliert zu arbeiten und technische Präzision aufrechtzuerhalten.

Krafttraining als Verletzungsprävention

Brazilian Jiu-Jitsu gilt als relativ sicherer Kampfsport, dennoch sind Verletzungen an Schultern, Knien und Ellbogen keine Seltenheit. Studien zeigen, dass ein Großteil der Athleten im Laufe mehrerer Trainingsjahre zumindest eine verletzungsbedingte Trainingspause erlebt.


Gezieltes Krafttraining kann hier eine entscheidende präventive Rolle spielen. Durch die Stärkung der Muskulatur rund um empfindliche Gelenke erhöht sich deren Stabilität und Belastbarkeit. In der Sportwissenschaft gilt Widerstandstraining daher als eine der effektivsten Maßnahmen zur Reduktion von Sportverletzungen.


Für BJJ-Athleten bedeutet dies konkret:
Ein strukturiertes Krafttraining schützt langfristig vor Überlastungsschäden und ermöglicht eine höhere Trainingskontinuität.

Technik bleibt der wichtigste Faktor

Trotz aller Vorteile darf Krafttraining nicht als Ersatz für technische Entwicklung missverstanden werden. Untersuchungen zeigen, dass höhere Gürtelgrade im BJJ nicht zwangsläufig mit besseren Kraftwerten korrelieren. Technik, Timing und taktisches Verständnis bleiben die entscheidenden Erfolgsfaktoren auf der Matte.


Der größte Nutzen entsteht daher aus der Kombination beider Elemente: Technisches Training bildet das Fundament – Krafttraining verstärkt dessen Wirkung.

UFC-Fighter Aleksandar "Rocket" Rakic mit Phantom Athletics T-Shirt und Fightshorts bei Kniebeugen im Gym

FAQ – Krafttraining für BJJ-Athleten

Ist Krafttraining für Brazilian Jiu-Jitsu wirklich notwendig?

Krafttraining ist keine zwingende Voraussetzung, um Brazilian Jiu-Jitsu zu betreiben, kann jedoch einen erheblichen Leistungsunterschied ausmachen. Studien zeigen, dass gezieltes Maximalkrafttraining die neuromuskuläre Leistungsfähigkeit von Grapplern verbessert und sowohl Kraft als auch Muskelkraftausdauer steigern kann. Dadurch lassen sich Positionen stabiler halten, explosive Bewegungen effizienter ausführen und Ermüdung im Kampf reduzieren.

Wie oft sollten BJJ-Athleten Krafttraining in ihren Trainingsplan integrieren?

Für die meisten Athleten haben sich zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche als sinnvoll erwiesen. Diese Frequenz ermöglicht ausreichende Trainingsreize für Kraftentwicklung, ohne die Regeneration für das technische Training auf der Matte zu beeinträchtigen. Entscheidend ist dabei eine sinnvolle Abstimmung zwischen Athletiktraining und BJJ-Einheiten.

Welche Übungen sind besonders sinnvoll für Grappler?

Grundübungen mit freien Gewichten gelten als besonders effektiv, da sie mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainieren und funktionelle Kraft entwickeln. Zu den wichtigsten Übungen gehören Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Klimmzüge sowie verschiedene Rumpfstabilisationsübungen. Ergänzend können Griffkraftübungen und einseitige Bewegungsmuster wie Split Squats oder Farmer’s Carries integriert werden.

Macht Krafttraining im BJJ automatisch langsamer oder weniger beweglich?

Nein. Richtig strukturiertes Krafttraining verbessert in der Regel sogar die Explosivität, Stabilität und Bewegungseffizienz. Entscheidend ist, dass das Training funktionell aufgebaut ist und Mobilität sowie athletische Bewegungsmuster berücksichtigt. Übermäßiger Muskelaufbau ohne sportartspezifische Anpassung kann zwar die Beweglichkeit einschränken, kommt im praxisorientierten Athletiktraining jedoch selten vor.

Kann Krafttraining auch Verletzungen im BJJ vorbeugen?

Ja. Eine gut entwickelte Muskulatur stabilisiert Gelenke und reduziert die Belastung auf passive Strukturen wie Bänder und Sehnen. Besonders Schultern, Knie und Rumpf profitieren von gezieltem Krafttraining. In der Sportwissenschaft gilt Widerstandstraining daher als eine der effektivsten Maßnahmen zur Verletzungsprävention im Leistungssport.

Fazit

Für moderne Brazilian-Jiu-Jitsu-Athleten ist Krafttraining längst kein optionaler Zusatz mehr, sondern ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Leistungsentwicklung. Wissenschaftliche Studien zeigen deutlich, dass gezielte Maximalkraftprogramme sowohl Kraft als auch muskuläre Ausdauer signifikant verbessern können – ohne dabei die Körpermasse zu erhöhen.


Richtig eingesetzt steigert Krafttraining:

Explosivität und Druck auf der Matte

Stabilität in Positionen

Widerstandsfähigkeit gegen Verletzungen

Effizienz technischer Bewegungen

Für ambitionierte Grappler bedeutet dies: Wer langfristig leistungsfähig bleiben und sein technisches Potential voll ausschöpfen möchte, sollte Athletiktraining als festen Bestandteil seines Trainingsplans betrachten.

Ausgewählte Quellen

Phantom Athletics BJJ Rashguards

CMO bei Phantom Athletics Julia Reiner

Zur Autorin dieses Artikels

Julia Reiner ist Chief Marketing Officer (CMO) & Autorin bei Phantom Athletics. Mit ihrem BSc (WU) und Diplom in (Kraft)training & Ernährung sowie Erfahrung im Kampfsport teilt sie praxisnahe Tipps zu Fitness, Sport und Ernährung.

Zur Autorenseite von Julia Reiner
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Hast du Fragen zu diesem Thema?

Eine fundierte Betrachtung der körperlichen Anforderungen im Brazilian Jiu-Jitsu sollte nicht allein auf technische Fähigkeiten oder einzelne Wettkampfleistungen reduziert werden. Entscheidend ist vielmehr der langfristige Blick auf die Entwicklung kompletter Athleten, die Technik, Ausdauer und körperliche Leistungsfähigkeit miteinander verbinden. Gerade auf höchstem Niveau zeigt sich, dass erfolgreiche Grappler nicht nur über ein tiefes technisches Verständnis verfügen, sondern auch über die physische Stärke, diese Techniken unter Druck konsequent umzusetzen.


Krafttraining spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Es schafft die Grundlage für Stabilität in dominanten Positionen, für explosive Bewegungen in Scrambles und für die Fähigkeit, auch über mehrere intensive Runden hinweg konstant leistungsfähig zu bleiben.


Genau dieser Gedanke prägt auch die Philosophie von Phantom Athletics: Spitzenleistungen im Kampfsport entstehen durch Disziplin, strukturiertes Training und Ausrüstung, die Athleten auf ihren Weg zu langfristigem Erfolg unterstützt.

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