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Low-Volume vs. High-Volume Training

Autor/in: Julia Reiner

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Veröffentlicht am:

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Geändert am:

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Lesezeit: 5 min

Low-Volume vs. High-Volume Training im Kampfsport

Im Zentrum jeder ernsthaften Trainingsplanung stehen stets zwei fundamentale Fragen: Wie viel und wie intensiv soll trainiert werden, um optimale Leistungen zu erzielen? 


Diese Fragen gewinnen für Kampfsportler eine besondere Bedeutung – denn hier trifft funktionale Athletik auf explosive Kraft, konditionelle Ausdauer und technische Präzision. Die Debatte zwischen Low-Volume und High-Volume Training gehört zu den ältesten in der Trainingswissenschaft und ist keineswegs auf Bodybuilding allein beschränkt, sondern bietet auch für Boxer, Kickboxer, MMA-Kämpfer und andere Kampfsport-Athleten eine entscheidende Orientierung. 

Was versteht man unter Trainingsvolumen?

Unter dem Begriff Trainingsvolumen fasst man die Gesamtmenge der Belastung zusammen, die ein Athlet innerhalb einer Einheit, Woche oder Trainingsphase absolviert. 


Volumen ergibt sich aus Faktoren wie Satzzahl, Wiederholungen und Übungsauswahl. Ein hoher Trainingsumfang bedeutet viele Serien bzw. Wiederholungen, ein niedriger Volumenansatz zielt auf weniger, dafür intensivere Belastungen ab.


Für Kampfsportler lässt sich diese Unterscheidung sinnbildlich wie folgt darstellen:


  • High-Volume-Ansatz: viele Technikwiederholungen, viele Serien bzw. Sätze – oft mit moderatem Gewicht und hoher Trainingsfrequenz.

  • Low-Volume-Ansatz: wenige Serien bzw. Sätze, oft mit hoher Intensität, Fokus auf Explosivität und technische Perfektion.


Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – in unterschiedlichen Trainingsphasen und abhängig vom individuellen Leistungsniveau.

High-Volume Training: Viel hilft… viel?

High-Volume Training zeichnet sich durch ein hohes Gesamtvolumen aus, bei dem zahlreiche Sätze und Wiederholungen durchgeführt werden, meist mit moderater Intensität. Dieses System ist historisch eng mit dem klassischen Hypertrophie-Training des Bodybuildings verbunden, kann aber auch für Kampfsportler wertvolle Anpassungen erzeugen, insbesondere in Bezug auf:


  • Muskuläre Ausdauer und Kondition
    Durch die Vielzahl an Wiederholungen und längere Zeiten unter Spannung wird das Herz-Kreislauf-System stark beansprucht. Diese Art des Trainings steigert die Fähigkeit, längere und härtere Kämpfe durchzustehen, ohne frühzeitig zu ermüden – ein Vorteil für Disziplinen wie Muay Thai oder BJJ, bei denen konstante Aktivität über Minuten gefragt ist.
  • Wiederholte Technikverankerung
    Im Kampfsport ist eine technisch saubere Bewegungs­ausführung entscheidend. Wiederholte Technik-Reps – etwa bei Schattenboxen, Schlagkombinationen oder Takedown-Drills – sind im High-Volume-Bereich besonders wertvoll, da sie sowohl motorische Muster festigen als auch muskuläre Ausdauer fördern.
  • Metabolische Anpassungen
    Ein hoher Trainingsumfang erzeugt metabolischen Stress, der nicht nur zur Fettverbrennung beiträgt, sondern auch die Muskelfunktion unter Last verbessert – eine wertvolle Grundlage für explosive Kraftaktionen im Kampf.

Doch dieser Ansatz birgt auch Gefahren: High-Volume-Phasen sind zeitintensiv und erfordern eine präzise Regenerationsplanung. Ohne ausreichende Erholung steigt das Risiko von Übertraining und Verletzungen erheblich. 

Low-Volume Training: Präzision und Power im Fokus

Im Gegensatz dazu steht das Low-Volume Training, das sich durch wenige, aber dafür sehr fordernde Sätze auszeichnet. Für Kampfsportler kann dieser Ansatz in bestimmten Trainingszyklen besonders effektiv sein:


  • Explosive Kraft und Schnellkraft
    Beim Low-Volume Training werden oft höhere Lasten oder intensivere Bewegungen eingesetzt, die das neuromuskuläre System maximal fordern. Für Aktionen wie Kniestöße, explosive Takedowns oder harte Low-Kicks ist Schnellkraft ein zentraler Leistungsfaktor – und diese lässt sich durch gezielte, intensive Reize besonders effizient trainieren.
  • Reduzierte Erschöpfung, höhere Erholung
    Weniger Gesamtvolumen bedeutet oft kürzere Einheiten mit sauberer technischer Ausführung. Für Kampfsportler in der Wettkampfvorbereitung kann das bedeuten: mehr Fokus auf Qualität, weniger auf Quantität – und eine bessere Erholung zwischen harten Trainingstagen.
  • Verbesserte maximale Kraft
    Studien zeigen, dass Low-Volume-Phasen mit hoher Intensität die mechanische Spannung auf Muskelgruppen maximieren können, was sich positiv auf die Kraftentwicklung auswirkt – ein klarer Vorteil bei Sportarten, die explosive Kraft erfordern.

Allerdings bietet ein reines Low-Volume Training weniger Zeit unter Spannung und kann – ohne ergänzende Ausdauer- oder Technikarbeit – zu Defiziten in der muskulären Ausdauer führen.

Periodisierung: Die Kunst der klugen Kombination

Die wohl eleganteste und zugleich effektivste Herangehensweise für Kampfsportler besteht darin, Low- und High-Volume-Phasen bewusst zu kombinieren – ein Prinzip, das in der Sportwissenschaft als Periodisierung bezeichnet wird.


In der Praxis kann dies bedeuten:


  • Vorbereitungsphase: Schwerpunkt auf High-Volume Training, um Kondition, Technik und muskuläre Anpassung aufzubauen.

  • Intensivphase: Übergang zu Low-Volume Training mit Fokus auf maximale Kraft und Explosivität vor Wettkämpfen.

  • Wettkampfphase: Geringes Volumen, hohe technische Qualität und Regeneration im Vordergrund.


Durch den Wechsel der Reize bleibt der Trainingsreiz im Allgemeinen konstant hoch, während Überlastungsrisiken reduziert werden. Zudem verhindert diese Struktur Leistungsplateaus und fördert langfristige Fortschritte.

UFC-Fighter Aleksandar "Rocket" Rakic mit Phantom Athletics Tanktop und Fight Shorts im Training

FAQ – Low-Volume vs. High-Volume Training im Kampfsport

Ist High-Volume Training besser für die Kampfausdauer?

High-Volume Training eignet sich besonders gut zur Verbesserung der muskulären Ausdauer und der allgemeinen Belastungsverträglichkeit. Viele Wiederholungen und längere Belastungszeiten helfen, über mehrere Runden hinweg leistungsfähig zu bleiben – insbesondere in Disziplinen mit hohem Aktivitätsgrad wie Kickboxen oder MMA.

Verbessert Low-Volume Training die Schlag- und Tritt­kraft?

Ja. Durch hohe Intensitäten und maximale Kraftreize fördert Low-Volume Training die neuromuskuläre Effizienz und Explosivität. Diese Faktoren sind entscheidend für kraftvolle Schläge, explosive Takedowns und dynamische Kicks.

Sollte ein Kampfsportler nur einen der beiden Ansätze verfolgen?

Nein. Ein isolierter Ansatz kann langfristig zu Leistungsplateaus oder Defiziten führen. Die Kombination beider Trainingsformen im Rahmen einer strukturierten Periodisierung ermöglicht eine ganzheitliche Leistungsentwicklung.

Wann ist Low-Volume Training besonders sinnvoll?

Vor Wettkämpfen oder in intensiven Trainingsphasen, wenn die Qualität der Bewegung, Explosivität und ausreichende Regeneration im Vordergrund stehen. Hier hilft ein reduziertes Volumen, um Ermüdung zu kontrollieren und die Leistungsfähigkeit zu maximieren.

Wie häufig sollte das Trainingsvolumen angepasst werden?

Das Trainingsvolumen sollte regelmäßig – idealerweise zyklisch – angepasst werden. Abhängig von Saisonplanung, Wettkampfkalender und individueller Belastbarkeit empfiehlt sich eine periodisierte Struktur, die ca. alle 8-12 Wochen Schwerpunkte verändert.

Fazit

Low-Volume und High-Volume Training sind keine Gegensätze, sondern strategische Werkzeuge im leistungsorientierten Kampfsport.

High-Volume-Phasen eignen sich besonders zur Entwicklung von Grundlagenausdauer, Technikstabilität und muskulärer Belastbarkeit.

Low-Volume Training fördert die maximale Kraft, Explosivität und neuromuskuläre Effizienz – entscheidend für kampfentscheidende Aktionen.

Eine durchdachte Periodisierung verbindet beide Ansätze sinnvoll und reduziert das Risiko von Übertraining.

Die optimale Trainingsgestaltung orientiert sich stets an Wettkampfphase, Leistungsniveau und individueller Regenerationsfähigkeit.

Nachhaltiger Erfolg im Kampfsport entsteht nicht durch „mehr“ oder „weniger“, sondern durch intelligente Struktur und gezielte Reizsetzung.

Ausgewählte Quellen

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CMO bei Phantom Athletics Julia Reiner

Zur Autorin dieses Artikels

Julia Reiner ist Chief Marketing Officer (CMO) & Autorin bei Phantom Athletics. Mit ihrem BSc (WU) und Diplom in (Kraft)training & Ernährung sowie Erfahrung im Kampfsport teilt sie praxisnahe Tipps zu Fitness, Sport und Ernährung.

Zur Autorenseite von Julia Reiner
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Eine seriöse Betrachtung von Low- und High-Volume Training im Kampfsport basiert nicht auf Trends oder „mehr ist besser“, sondern auf sportwissenschaftlicher Evidenz und gezielter Belastungssteuerung. Entscheidend ist die Funktion jedes Satzes und jeder Wiederholung im Zusammenspiel von Kraft, Explosivität, Ausdauer und Regeneration. 


Phantom Athletics setzt auf intelligente Periodisierung: die Kombination aus intensiven Low-Volume-Phasen und umfangreicheren High-Volume-Blöcken. Qualität entsteht durch systematische Steuerung, Regeneration und kontrollierte Progression – nicht durch extremes Volumen. So entwickeln Athleten nachhaltige Stärke, Explosivität und Belastbarkeit im Kampf.

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