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Hygiene im Brazilian Jiu-Jitsu

Autor/in: Julia Reiner

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Geändert am:

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Lesezeit: 6 min

UFC-Fighter Aleksandar "Rocket" Rakic mit Phantom Athletics Rashguard, Fightshorts und MMA-Handschuhen im Sparring

Brazilian Jiu-Jitsu gehört zu den intensivsten Kontaktsportarten überhaupt. Enge Körperkontakte, permanentes Grappling und gemeinsames Training auf der Matte machen den Sport technisch faszinierend – erhöhen gleichzeitig aber auch das Risiko für Hautinfektionen. Wer langfristig leistungsfähig bleiben möchte, sollte Hygiene daher als festen Bestandteil seines Trainings betrachten.

Saubere Ausrüstung, gepflegte Haut und verantwortungsbewusstes Verhalten schützen nicht nur den eigenen Körper, sondern auch alle Trainingspartner. Gute Hygiene ist im BJJ deshalb kein Nebenthema, sondern Teil einer professionellen Trainingskultur.

Warum Hygiene im BJJ so wichtig ist

Im Brazilian Jiu-Jitsu entstehen durch Reibung regelmäßig kleine Hautverletzungen oder sogenannte "Mat Burns". Gleichzeitig kommt es während nahezu jeder Trainingseinheit zu intensivem Hautkontakt. Dadurch können Bakterien, Pilze oder Viren deutlich leichter übertragen werden als in vielen anderen Sportarten.


Zu den häufigsten Hautinfektionen im Grappling zählen:


  • Ringelflechte (Tinea/Ringworm)
  • Staphylokokken-Infektionen (inklusive MRSA bzw. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)
  • Herpes Gladiatorum
  • Impetigo

Wer trotz einer ansteckenden Hauterkrankung trainiert, gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit, sondern unter Umständen das gesamte Team.

Die wichtigsten Hygieneregeln für jedes BJJ-Training

Saubere Trainingskleidung – nach jeder Einheit

GiRashguardShorts und Kompressionsbekleidung sollten nach jeder einzelnen Trainingseinheit gewaschen werden. Bereits leicht feuchte Kleidung bietet einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze. Das erneute Tragen ungewaschener Ausrüstung erhöht das Infektionsrisiko deutlich.

Direkt nach dem Training duschen

Nach dem letzten Rollen sollte möglichst zeitnah geduscht werden. Dadurch werden Schweiß, Hautpartikel und mögliche Krankheitserreger entfernt, bevor sie sich auf der Haut vermehren können. Besonders bei Kontaktsportarten gilt das schnelle Duschen als eine der effektivsten Präventionsmaßnahmen gegen Hautinfektionen.

Finger- und Fußnägel kurz halten

Zu lange Nägel verursachen Kratzer, die Eintrittspforten für Keime darstellen. Gleichzeitig sinkt das Verletzungsrisiko für Trainingspartner erheblich.

Offene Wunden konsequent abdecken

Kleine Schnitte oder Schürfwunden sollten vor jeder Trainingseinheit sorgfältig gereinigt und mit wasserfesten Pflastern oder geeigneten Verbänden geschützt werden. Größere oder nässende Wunden sind ein klarer Grund, das Training auszusetzen.

Niemals Handtücher oder Hygieneartikel teilen

Handtücher, Rasierer, Trinkflaschen oder andere persönliche Gegenstände sollten grundsätzlich nicht gemeinsam verwendet werden. Viele Erreger können dadurch indirekt übertragen werden.

Auf den eigenen Körper hören

Neue Hautveränderungen sollten niemals ignoriert werden. Rötungen, Bläschen, ringförmige Ausschläge oder schmerzhafte Schwellungen gehören ärztlich abgeklärt. Wer mit einer ansteckenden Hauterkrankung trainiert, riskiert einen Ausbruch innerhalb des gesamten Gyms.

Verantwortung beginnt nicht erst auf der Matte

Hygiene ist keine Aufgabe einzelner Athleten. Auch Gyms tragen eine entscheidende Verantwortung.


Regelmäßig desinfizierte Matten, saubere Umkleiden und eine konsequente Kommunikation bei Hautinfektionen gehören heute zu den Standards professioneller Kampfsportschulen. Trainingsflächen sollten täglich und stark frequentierte Bereiche sogar mehrmals täglich mit geeigneten Desinfektionsmitteln gereinigt werden.


Ebenso wichtig ist eine offene Kommunikationskultur: Wer Symptome bemerkt, sollte dies frühzeitig ansprechen und bis zur vollständigen Genesung auf das Training verzichten.

Next Level Hygiene im Sommer

Gerade in den Sommermonaten steigen die Anforderungen an die persönliche Hygiene deutlich.


Hohe Temperaturen führen zu stärkerem Schwitzen, wodurch Feuchtigkeit länger auf der Haut und in der Trainingskleidung verbleibt. Gleichzeitig vermehren sich viele Mikroorganismen unter warmen und feuchten Bedingungen besonders schnell.


Deshalb gelten im Sommer zusätzliche Empfehlungen:


  • Trainingskleidung niemals längere Zeit in der Sporttasche liegen lassen.
  • Tasche regelmäßig reinigen und vollständig trocknen lassen.
  • Nach dem Training möglichst sofort duschen und trockene Kleidung anziehen.
  • Rashguards und Gis vollständig trocknen lassen, bevor sie verstaut werden.
  • Ausreichend trinken, um Haut und Immunsystem zu unterstützen.
  • Bei kleinen Hautverletzungen besonders sorgfältig reinigen und beobachten.
  • Mehrere Rashguards oder Gis besitzen, wenn an mehreren Tagen hintereinander trainiert wird.

Auch das Barfußlaufen außerhalb der Matte sollte möglichst vermieden werden. Besonders Duschen, Umkleiden und feuchte Böden können Pilzerkrankungen wie Fußpilz begünstigen.


Wer im Sommer häufiger trainiert oder sich auf Wettkämpfe vorbereitet, profitiert besonders von konsequenten Hygieneroutinen. Sie reduzieren Ausfallzeiten und helfen dabei, kontinuierlich auf der Matte zu bleiben.

Ringer Pietro Piscitelli mit Phantom Athletics Rashguard und Fightshorts beim Grappling-Training

FAQ – Hygiene im Brazilian Jiu-Jitsu

Wie oft sollte ein BJJ-Gi gewaschen werden?

Ein BJJ-Gi sollte nach jeder einzelnen Trainingseinheit gewaschen werden. Dasselbe gilt für Rashguards, Fight Shorts und andere Trainingsbekleidung. Feuchte oder verschwitzte Kleidung bietet ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze.

Darf man mit einer Hautinfektion trotzdem trainieren?

Nein. Bei Verdacht auf eine ansteckende Hauterkrankung wie Ringelflechte (Ringworm), Herpes Gladiatorum oder einer bakteriellen Infektion sollte das Training sofort pausiert und ärztlicher Rat eingeholt werden. So schützt man sowohl sich selbst als auch seine Trainingspartner.

Warum ist Hygiene im Sommer besonders wichtig?

Hohe Temperaturen und vermehrtes Schwitzen fördern das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Deshalb sollten Trainingskleidung und Sporttasche im Sommer besonders gründlich gereinigt, Ausrüstung vollständig getrocknet und die Haut nach jeder Einheit zeitnah gewaschen werden.

Wie kann das Risiko für Hautinfektionen im BJJ reduziert werden?

Die wichtigsten Maßnahmen sind saubere Trainingskleidung, gründliches Duschen nach dem Training, kurz geschnittene Finger- und Fußnägel, das Abdecken kleiner Wunden sowie regelmäßiges Reinigen der eigenen Ausrüstung. Auch ein hygienisch gepflegtes Gym trägt wesentlich zur Infektionsprävention bei.

Welche Hautinfektionen treten im Brazilian Jiu-Jitsu am häufigsten auf?

Zu den häufigsten Infektionen gehören Ringelflechte (Ringworm), Staphylokokken-Infektionen einschließlich MRSA, Herpes Gladiatorum und Impetigo. Werden erste Symptome früh erkannt und ernst genommen, lassen sich größere Ausbrüche im Gym oft verhindern.

Fazit

Erfolg im Brazilian Jiu-Jitsu entsteht nicht nur durch Technik, Kraft oder Kondition. Wer dauerhaft Fortschritte machen möchte, muss auch Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen.


Saubere Ausrüstung, regelmäßige Körperpflege und ein respektvoller Umgang mit Trainingspartnern gehören zu den wichtigsten Grundlagen eines sicheren Trainings. Gerade im Sommer lohnt es sich, die eigenen Hygieneroutinen noch konsequenter umzusetzen. Denn jeder vermiedene Infekt bedeutet mehr Zeit auf der Matte – und damit mehr Möglichkeiten, besser zu werden.

Ausgewählte Quellen

Phantom Athletics Rashguards

Phantom Athletics Fightshorts

CMO bei Phantom Athletics Julia Reiner

Zur Autorin dieses Artikels

Julia Reiner ist Chief Marketing Officer (CMO) & Autorin bei Phantom Athletics. Mit ihrem BSc (WU) und Diplom in (Kraft)training & Ernährung sowie Erfahrung im Kampfsport teilt sie praxisnahe Tipps zu Fitness, Sport und Ernährung.

Zur Autorenseite von Julia Reiner
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Hast du Fragen zu diesem Thema?

Hygiene gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Brazilian Jiu-Jitsu und trägt entscheidend dazu bei, Verletzungen, Hautinfektionen und unnötige Trainingsausfälle zu vermeiden. Durch den engen Körperkontakt, intensives Grappling und das gemeinsame Training auf der Matte entstehen ideale Bedingungen für die Übertragung von Bakterien, Pilzen und Viren. Wer langfristig gesund trainieren und sich kontinuierlich verbessern möchte, sollte Hygiene daher als festen Bestandteil seiner Trainingsroutine betrachten.


Was dieses Thema besonders relevant macht, ist die Vielzahl an Faktoren, die zur Hygiene im BJJ beitragen. Neben sauberer Trainingskleidung und einer konsequenten Körperpflege spielen auch die Reinigung der Ausrüstung, der verantwortungsvolle Umgang mit Hautverletzungen sowie hygienische Standards im Gym eine entscheidende Rolle. Bereits kleine Gewohnheiten können das Infektionsrisiko deutlich reduzieren und zu einem sicheren Trainingsumfeld für alle Beteiligten beitragen.


Letztlich entscheidet jedoch nicht eine einzelne Maßnahme über eine gute Hygiene, sondern das Zusammenspiel vieler kleiner Routinen. Wer seine Ausrüstung regelmäßig reinigt, nach jedem Training duscht, auf erste Anzeichen von Hautproblemen achtet und Rücksicht auf seine Trainingspartner nimmt, schafft die besten Voraussetzungen für langfristige Gesundheit und konstante Fortschritte auf der Matte.

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