McGregors Rückkehr wird zum Albtraum
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Lesezeit: 6 min
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Es sollte einer der größten Momente des MMA-Jahres werden: Am 11. Juli 2026 kehrte Conor McGregor nach rund fünf Jahren Pause bei der UFC 329 in Las Vegas in den Käfig zurück. Sein Gegner war niemand Geringerer als Max Holloway – derselbe Kämpfer, den McGregor bereits 2013 nach Punkten besiegt hatte. Die Neuauflage versprach ein spektakuläres Duell zweier UFC-Legenden. Doch anstelle eines epischen Fünf-Runden-Kampfes erlebten Fans einen der bittersten und zugleich ungewöhnlichsten Hauptkämpfe der jüngeren UFC-Geschichte.
Bereits nach 69 Sekunden war der Kampf beendet – nicht durch einen klassischen Knockout oder eine Submission, sondern infolge einer schweren Knieverletzung von Conor McGregor. Damit endete das lang erwartete Comeback des Iren abrupt und auf äußerst tragische Weise.
Von der ersten Sekunde an war zu erkennen, dass McGregor aggressiv auftreten wollte. Er eröffnete den Kampf mit viel Vorwärtsdruck und versuchte früh, Holloway mit explosiven Aktionen unter Druck zu setzen. Im Verlauf der ersten Minute setzte McGregor unter anderem zu einem Sprungkick an.
Bei der Landung kam es jedoch zu einem folgenschweren Moment: McGregors rechtes Knie gab nach. Obwohl er zunächst versuchte weiterzukämpfen, verlor er mehrfach das Gleichgewicht und sackte erneut zusammen. Holloway erkannte die Situation sofort, erhöhte den Druck mit Schlägen und zwang McGregor weiter in die Defensive.
Da McGregor sichtbar nicht mehr in der Lage war, sich sicher zu bewegen oder den Angriffen effektiv auszuweichen, griff Ringrichter Mike Beltran ein und beendete den Kampf nach 1:09 Minuten der ersten Runde. Der Sieg wurde offiziell als TKO aufgrund einer Knieverletzung von Conor McGregor für Max Holloway gewertet.
Erste Einschätzungen nach dem Kampf deuteten auf einen möglichen Kreuzbandriss (ACL) hin. Eine endgültige Diagnose stand unmittelbar nach der Veranstaltung allerdings noch aus.
Die Atmosphäre in der T-Mobile Arena änderte sich schlagartig. Was als großes Comeback eines der bekanntesten Stars der MMA-Geschichte geplant war, verwandelte sich innerhalb weniger Augenblicke in eine Mischung aus Enttäuschung und Fassungslosigkeit.
Auch für Max Holloway war der Sieg kein gewöhnlicher Erfolg. Obwohl er offiziell einen TKO-Sieg verbuchen konnte, blieb das sportliche Gefühl eines echten Abschlusses der Rivalität aus.
In der Pressekonferenz zeigte sich Holloway respektvoll gegenüber seinem langjährigen Rivalen. Er erklärte, dass McGregor ihm unmittelbar nach dem Kampfabbruch sogar signalisiert habe, weiterzukämpfen, obwohl die Verletzung bereits offensichtlich gewesen sei.
Holloway lobte McGregor ausdrücklich für dessen Einstellung und betonte, dass dieser deutlich ruhiger und fokussierter gewirkt habe als in früheren Jahren. Gleichzeitig machte Holloway deutlich, dass er sich grundsätzlich eine dritte Begegnung vorstellen könne – vorausgesetzt, McGregor erhole sich vollständig von seiner Verletzung.
Für das restliche Jahr 2026 kündigte Holloway allerdings an, zunächst Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen und frühestens 2027 wieder in den Oktagon zurückzukehren.
Auch McGregor meldete sich kurze Zeit nach dem Kampf öffentlich zu Wort. Er wies Spekulationen entschieden zurück, wonach er bereits angeschlagen in den Kampf gegangen sei. Auf seinen Social-Media-Kanälen erklärte er sinngemäß, dass er vollständig vorbereitet gewesen sei und die Verletzung völlig unerwartet eingetreten sei.
Gleichzeitig zeigte sich der ehemalige Doppel-Champion tief enttäuscht über den Ausgang seines Comebacks. Er beschrieb sich selbst als "am Boden zerstört", machte jedoch deutlich, dass ihn dieser Rückschlag nicht von einem weiteren Versuch abhalten werde.
Der Kampf endete bereits nach 69 Sekunden, nachdem sich Conor McGregor bei einer Bewegung am rechten Knie verletzte. Da er sich nicht mehr sicher bewegen konnte und den Angriffen von Max Holloway schutzlos ausgesetzt war, brach Ringrichter Mike Beltran den Kampf ab und wertete ihn als TKO-Sieg für Holloway.
Offiziell gewann Max Holloway durch technischen Knockout (TKO). Der Kampfabbruch erfolgte jedoch aufgrund von McGregors Knieverletzung und nicht durch einen klassischen Knockout oder eine Aufgabe.
Holloway zeigte sich respektvoll gegenüber McGregor. Er erklärte, dass McGregor trotz der Verletzung weitermachen wollte, lobte dessen Einstellung und schloss ein mögliches drittes Duell in der Zukunft nicht aus – vorausgesetzt, McGregor kehrt vollständig fit zurück.
McGregor zeigte sich nach dem Kampf tief enttäuscht, widersprach aber Spekulationen, wonach er bereits angeschlagen in den Kampf gegangen sei. Er betonte, dass die Verletzung während des Kampfes entstanden sei und kündigte an, sich von diesem Rückschlag nicht entmutigen zu lassen.
Derzeit gibt es keine offizielle Ankündigung für ein weiteres Duell. Ob es zu einer Trilogie kommt, hängt maßgeblich von McGregors Genesung und seiner sportlichen Zukunft in der UFC ab.
Für Max Holloway bedeutet der Sieg einen weiteren wichtigen Erfolg in seiner außergewöhnlichen Karriere und eröffnet ihm neue Optionen im Weltergewicht.
Für Conor McGregor hingegen bleibt die Zukunft erneut ungewiss. Sollte sich der vermutete Kreuzbandriss bestätigen, könnte eine weitere lange Rehabilitationsphase bevorstehen. Ob der mittlerweile 38-jährige Ire noch einmal in den Käfig zurückkehren wird, dürfte maßgeblich vom Heilungsverlauf abhängen.
Fest steht jedoch bereits jetzt: Die UFC 329 wird weniger wegen des eigentlichen Kampfes in Erinnerung bleiben als vielmehr wegen eines der tragischsten Comebacks der jüngeren UFC-Geschichte.